Efeu - Die Kulturrundschau

Naturlaute und falsche Kuckucksrufe

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09.09.2026. Die Shortlist für den Deutschen Buchpreis mit lauter Newcomerinnen ist da. Können wir über die Äußerungen des Jurymitglieds Maha El Hissy zu Israel und Gaza debattieren, fragt Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner in der Jüdischen Allgemeinen. Der Guardian bewundert in Detroit Architekturbilder von Georgia O'Keefe. Die Filmkritiker sehen sich am Lido in Alex Gibneys Elon-Musk-Doku bestätigt: Musk ist ein schwer angeschlagener Paranoiker - sagt eine Ex.
9punkt - Die Debattenrundschau vom 09.09.2026 finden Sie hier

Literatur

Die Shortlist für den Deutschen Buchpreis ist da. Nominiert sind Shida Bazyar ("Die Lücken"), Franziska Gänsler ("Orca"), Valeria Gardeev ("Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle"), Elias Hirschl ("Schleifen"), Peggy Mädler ("Selbstregulierung des Herzens") und Dana Vowinckels ("Anton und Alma") - in unserem Onlinebuchhandel Eichendorff21 haben wir Ihnen die Romane hier als Büchertisch zusammengestellt. Das sind ja lauter Kritikerlieblinge, stellt Julia Hubernagel in der taz fest - und: "Die leichte Überrepräsentation ostdeutscher Geschichte mitsamt ihren Nachwirkungen auf der Longlist besteht nicht mehr", dafür ist nun eine "Dominanz weiblicher Stimmen" zu beobachten. Alexander Cammann ergänzt auf ZeitOnline: "Es ist offenbar nicht die Stunde bekannter Autoren", die seit vielen Jahren im Betrieb etablierten Namen fehlen jedenfalls. Andreas Platthaus hat für die FAZ deshalb nachgeschaut: "Bazyar ist Jahrgang 1988, Gänsler 1987, Gordeev 1986, Hirschl 1994, Mädler 1976 und Vowinckel 1996." Judith von Sternburg nennt in der FR ihre Favoriten, nämlich die Romane von Bazyar, Gordeev und Vowinckel: "literarisch sind sie ausgebufft, drei Würfe, die Zeit brauchten und bekamen".

Derweil hält die Debatte um das Buchpreis-Jurymitglied Maha El Hissy, die sich in der Berlin Review of Books mit einschlägigem Vokabular sehr einseitig zu Israel und Gaza geäußert hat, weiter an (unser erstes Resümee). Andreas Büttner, Antisemitismusbeauftragter der Brandenburger Landesregierung, ärgert sich über das mauernde Verhalten des Vereins des Deutschen Buchhandels, der auf die Vorwürfe gar nicht erst eingeht, sondern die Debatte unter Verweis auf El Hissys fachliche Qualifikation als Jurorin vom Tisch zu wischen versuchte. "Wir hören in Deutschland ständig, Antisemitismus dürfe keinen Platz haben", kommentiert Büttner in der Jüdischen Allgemeinen. Doch "Antisemitismus zu verurteilen, wenn irgendwo ein Hakenkreuz an eine Wand geschmiert wird (...), kostet nichts. ... Unbequem wird es erst dort, wo der Vorwurf Menschen aus dem eigenen politischen, akademischen oder kulturellen Milieu trifft, oder wo eine Institution eine Entscheidung getroffen hat, deren Überprüfung peinlich werden könnte. Dann erleben wir eine bemerkenswerte Zurückhaltung: Aus der angekündigten Nulltoleranz wird sehr schnell eine Debatte über Kontext, Interpretation und Zuständigkeiten." Außerdem sammelt die Jüdische Allgemeine weitere Stimmen zum Thema.

Weiteres: Nico Hoppe verteidigt in der NZZ den "leicht aristokratischen, aber unideologischen Konservativismus" von Joan Didion - den Republikanern kehrte sie erst unter Reagan den Rücken - gegenüber aktuellen Vereinnahmungen der Essayistin auf TikTok. Besprochen werden unter anderem Linn Ullmanns "Mädchen, 1983" (FR), Mirko Bonnés "Kanzlerkino" (Welt), Kevin Barrys "Das Herz im Winter" (FR), Rachel Cusks "Das Leben der M" (SZ), Giuliano Musios Pinocchio-Variante "Aus anderem Holz" (NZZ) und neue Sachbücher, darunter Peter-André Alts "Die Kanzler und die Intellektuellen. Geschichte einer unbequemen Beziehung" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
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Kunst

Das, was Veronica Esposito (Guardian) im Detroit Institute of Arts zu sehen bekommt, hätte sie wahrlich nicht mit Georgia O'Keefe, berühmt für ihre Blumenbilder, in Verbindung gebracht: Gemälde von Bauernhäusern, Scheunen oder New Yorker Wolkenkratzern und Stadtlandschaften, gehalten in klaren Linien. Die Ausstellung "bietet den Betrachtern zudem eine äußerst bemerkenswerte Darstellung der Brooklyn Bridge; das Werk, das in seiner Verehrung einer geliebten Ikone fast schon an Religiosität grenzt, schuf die Künstlerin 1949 als eine Art Abschiedswerk, als sie im Begriff war, New York zu verlassen. Das Werk wird von einer flächigen Darstellung der berühmten Bögen der Brücke dominiert, die an die Formen von Buntglasfenstern erinnern und die anmutig geschwungenen Darstellungen der Tragseile der Brücke einrahmen. Es entfremdet die Brücke auf raffinierte Weise, spielt mit der Abstraktion und bietet gleichzeitig zahlreiche Ankerpunkte, die den Blick in der Realität verankern."

Im Standard berichtet Olga Kronsteiner von Protesten gegen die morgen eröffnende Otto-Mühl-Retrospektive "Kunst am Abgrund" im Wiener Aktionismus Museum. Zwar beharrten die Ausstellungsmacher auf der Trennung zwischen Kunst und Leben des Sektenführers und verurteilten pädophilen Sexualstraftäters, der Ausstellungstitel widerspricht dem allerdings, so Kronsteiner in einem weiteren Artikel: "Praktisch fischt man mit Bildern eines Pädokriminellen dann wohl eben in einem anderen Käuferspektrum." Denn, so Kronsteiner, "neben dem unveräußerlichen WAM-Bestand aus der Zeit von 1960 bis 1971 harren derer nicht etwa 7000 Mühl-Werke, wie zuletzt von WAM-Direktor Klaus Albrecht Schröder kolportiert, sondern stattliche 13.000 Zeichnungen und Bilder aus der sogenannten Kommunenzeit eines sukzessiven Verkaufs." Dass auf keinem der nun ausgestellten Bilder Missbrauchsopfer zu sehen seien, wie WAM-Leiter Klaus Albrecht Schröder meint, ist zumindest im Fall des Bildes "Erdbeben 1" umstritten, das Mühls Tochter Lilly zeigt. "Sie kam mit Zerebralparese zur Welt und ist behindert. Sie dürfte ebenfalls missbraucht worden sein, womöglich schon in sehr frühem Kindesalter."

Außerdem: Für die taz besucht Beate Scheder das Kunstfestival Hallen 07 in Berlin Reinickendorf, das sich dezidiert an ein breites Publikum richtet. Larissa Kikol porträtiert auf monopol den slowenischen Künstler Veli Silver. Besprochen wird die Thomas Zipp gewidmete Gedenkausstellung "Das Manifest der driftenden Lehre" im Kunstverein Heppenheim (monopol).
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Film

Filmstill aus "Biografía de Jorge Luis Borges" 

Endspurt beim Filmfestival Venedig: Bert Rebhandl hat in der FAZ sehr viel Freude an Mariano Llinás fast sechsstündigem Film "Biografía de Jorge Luis Borges", in dem man den argentinischen Schriftsteller, der wegen seiner Erblindung ab dem 55. Lebensjahr eher übellaunig war, auch einmal gelöst und glücklich erleben kann. Zwar warnt auch Rebhandl davor, sich mit allzu viel Biografismus den Texten gerade großer Schriftsteller zu nähern, zumal es hier um ein Leben geht, "das in teilweise hermetischen Texten verschlüsselt wurde". Dennoch ist dieser Film "für jedes Festival eine Trophäe. ... Llinás legt sein Projekt deutlich als Komödie an, das Suchspiel ist zugleich Verwirrspiel, aber immer auf dem höchsten theoretischen Niveau einer Lektüre, die man eher als hochmodern denn als postmodern bezeichnen sollte."

Es ist eine Mostra der überlangen Filme: Vier Stunden dauert nämlich Alex Gibneys im Laufe mehrerer Jahre entstandenes, schlicht "Musk" genanntes Porträt des Tech-Milliardärs, auf das sich alle Filmkritiker am Lido stürzen. Es bestätigt offenbar vor allem, was eh schon alle seit Jahren ahnen: Der finanziell mächtigste Mensch der Welt ist ein psychisch schwer angeschlagener Paranoiker und Aufschneider mit äußerst unguten Obsessionen. Belegt wird das durch Äußerungen von Menschen, die Musk mal sehr nahestanden, wie etwa Ashley St. Clair. "Der damals schon reichste Mann der Welt machte die rechte Influencerin (...) zu einer seiner 'breeders', so sollen in Musks Umfeld die Frauen genannt worden sein, mit denen er Kinder gezeugt hat", schreibt Philipp Bovermann in der SZ. "Er habe einmal zu ihr, St. Clair, gesagt, er brauche 'eine Legion' von Nachkommen, und zwar 'bevor der Bürgerkrieg beginnt'." So "bekommt die Öffentlichkeit nun private Textnachrichten von Elon Musk an sie zu sehen. Etwa über seinen Drogenkonsum. Er schrieb ihr auch, ebenfalls nicht uninteressant, Trump ins Weiße Haus bringen zu wollen, um die gegen ihn und seine Unternehmen laufenden Ermittlungen zu stoppen." Weitere Besprechungen im Standard, in der Welt, im Tagesspiegel und in der Zeit.

Mehr vom Lido: Dem japanischen Auteur Hirokazu Koreeda ist mit "Look Back" eine "anrührende Coming-of-Age-Geschichte" geglückt, freut sich Tim Caspar Boehme in der taz. Felicitas Kleiner lobt im Filmdienst Lee Chang-dongs "Possible Love", der "mit feinen Charakterbeobachtungen, fesselnden Dialogen, vielsagenden Gesten und ausdrucksstarken Bildern" überzeugt. Philipp Bovermann sieht für die SZ Sergei Loznitsas "Imperium" (mehr dazu bereits hier).

Und eine kleine, aber weitreichende Meldung von Helmut Hartung auf der Medienseite der FAZ deutet darauf hin, dass Wolfram Weimers Filmförderungsgesetz zumindest in seiner jetzigen Form kassiert werden könnte: "Die EU-Kommission würde dem geplanten Gesetz zur Förderung europäischer audiovisueller Werke durch eine Investitionsverpflichtung für Mediendiensteanbieter (MedienInvestVG) nicht zustimmen", denn "die geplanten Maßnahmen schränkten die unternehmerische Freiheit der Anbieter 'unverhältnismäßig' ein und ließen diesen keinen 'ausreichenden Spielraum' für ihre Entscheidungen".

Weiteres: Margarete Wach erinnert im Filmdienst an den deutsch-polnischen Drehbuchautor, Regisseur und Esperanto-Schriftsteller Jan Fethke. Joachim Huber fragt sich im Tagesspiegel, was die ARD damit bezweckt, ihren "Tatort" künftig schon am Freitagabend in der Mediathek anzubieten - allerdings nur jenen, die sich für die App mit einem Nutzerkino registriert haben. Heute vor 50 Jahren lief auf dem ZDF die erste Folge der "Biene Maja", die sich seitdem als ewiger Fernsehklassiker etabliert hat - und das, obwohl Waldemar Bonsel, der Autor der literarischen Vorlage, Antisemit und überzeugter Nazi war, schreibt Jenni Zylka in der taz. Besprochen werden Ronan Corrigans "LifeHack" (taz) und die Komödie "Zauberhafte Schwestern 2" mit Sandra Bullock und Nicole Kidman (Standard).
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Architektur

Postkarte, Karl-Marx-Allee Berlin mit dem Ensemble Kino International, entworfen von Josef Kaiser und Heinz Aust, Hotel Berolina, entworfen von Josef Kaiser und Günter Kunert, sowie Restaurant Moskau, entworfen von Josef Kaiser und Horst Bauer, 1964, © Foto Schlegel, Digitalisat: A. E. Witte

Wie konnte diese Architektur von westdeutschen Stadtplanern nach dem Mauerfall nicht "mit Glacéhandschuhen" angefasst werden, fragt sich Susanne Messmer (taz) beim Besuch der Josef-Kaiser-Retrospektive in der Berlinischen Galerie (mehr bereits hier): "1967 baute Kaiser unter anderen das DDR-Außenministerium, für das Schinkels Bauakademie weichen musste. 1970 folgte das Centrum-Warenhaus am Alexanderplatz. In all diesen Gebäuden bewies Kaiser, was gute Architektur bis heute ausmacht: Die Form folgt der Funktion, alles wirkt luftig und leicht. Nach der Wende galt all das plötzlich nicht mehr viel. Und zwar, so jedenfalls drängt sich der Eindruck auf, eher aus ideologischen denn aus pragmatischen Gründen. Das Hotel Berolina wurde 1996 abgerissen. Das Kosmos mit den großzügigen Freiflächen ringsum würde heute einen deutlich glamouröseren Berlinale-Palast abgeben als das Theater am tristen Potsdamer Platz."

Das Berliner Büro Barkow Leibinger hat den Wettbewerb zur Sanierung des Brücke-Museums gewonnen: mit großflächigen Fassaden, Hallen statt kleinerer Raumformate und dem Plan, den offenen Waldgarten zu einem Gartenhof zu machen, berichtet Nikolaus Bernau im Tagesspiegel. Nur stellen sich Fragen. Unter anderem "teilt die Senatsbauverwaltung mit, 16,79 Millionen seien für die Erweiterung, 9,03 Millionen für die Grundsanierung des Bestandsbaus vom Dach bis zu den Fundamenten 'geprüft', zusammen 26,825 Millionen Euro. Das ist angesichts der aktuellen Baukosten, pardon, schlichtweg absurd. Soll also hier erst mal ein Pflock eingetrieben werden, nach dem künftige Senate wieder einmal zahlen müssen, weil das Projekt nun einmal genehmigt wurde?" Ganz glücklich scheint Bernau auch nicht mit dem Sieger-Entwurf zu sein, wie er bei BauNetz ausführt: "Barkow Leibinger schlagen zwei große, mit geschlossenen Wandscheiben gerahmte Kuben für Wechselausstellungen vor, an diese anschließend kleinere Kuben für einen Lernraum und die Bibliothek. Licht fällt über Lamellen an den Decken und die Fensterwände Richtung Nordwesten und Südosten ein. Sie öffnen die Räume zwar nach außen, rauben aber viel Hängefläche für Kunstwerke."
Archiv: Architektur

Bühne

Foto: Katrin Hammer

Gedacht ist die Performance "Alternde Meister" von Regisseur Ersan Mondtag und Kurator Nadim Samma, die im Rahmen der Berlin Art Week in der Gemäldegalerie gezeigt wird, als "Dialog zwischen den Bildwelten der Alten Meister und heutigen Körpern, ein Tableau vivant, das um Erschöpfung und Erneuerung, Verschwinden und Fortbestehen kreist", klärt Verena Harzer in der taz auf. Allein, der Dialog zwischen den 25 PerformerInnen und den Gemälden will sich nicht einstellen, dafür gibt es aber "verstörend schöne Bilder", so Scheder: "Sie hätten alle Performances mit einer Mini-Geschichte unterlegt, erzählt Mondtag. Im Botticelli-Saal durchlebe der Schauspieler Frank Büttner gleich einen Autounfall, die Besucher könnten ihm zehn Minuten lang beim Sterben zusehen. Und Eva-Maria Keller erwache im Saal mit der frühen deutschen Tafelmalerei aus einem Albtraum und begehe dann Suizid. ... Candice Breitz steht auf einem quadratischen weißen Laken und schält Kartoffeln, Peter Luppa liegt nackt auf einer Museumsbank und "spürt den Raum'."

Auf den Medienseiten der FAZ interviewt Jörg Seewald den österreichischen Kabarettisten Josef Hader, der aktuell mit seinem Programm "Hader on Ice" auf Tour ist. Es gab nie eine Zeit, in der man alles sagen durfte, behauptet Hader, der das auch gar nicht für erstrebenswert hält. Gefragt, ob heute noch ein Text wie Maxim Billers "100 Seiten Hass" möglich wäre, antwortet er: "Nannte man das nicht Gonzojournalismus? Das waren für mich die Gleichaltrigen, die Virilen, die Testosterongesteuerten. Die habe ich seit der Unterstufe alle gehasst. Und ich habe auch diesen Journalismus gehasst, diesen testosterongesteuerten, wo die flotte Formulierung im Mittelpunkt steht. Dieser typische Achtzigerjahre-Zeitgeist, diese Zeitgeist-Illustrierten, die man in Wien natürlich besonders erlebt hat, weil der Wiener damals so ein Vorbild war für viele andere. Ich fand diese Art von Freiheit nicht erstrebenswert. Es war eventuell dieselbe Freiheit, die heute in den sozialen Netzwerken herrscht, nur dass es damals nicht alle durften."
Archiv: Bühne
Stichwörter: Mondtag, Ersan, Hader, Josef

Musik

Einen Mahler wie noch nie erlebte NZZ-Kritiker Christian Wildhagen beim Lucerne Festival, dargeboten von den Wiener Philharmonikern unter Tukan Sokhiev. "Die extreme Sensibilisierung des Orchesters für den philharmonischen Klang wird zum größten Plus. Wo andere Ensembles oft nur über vier oder fünf verschiedene Lautstärkegrade verfügen, gibt es bei den Wienern ein Vielfaches an dynamischen Abstufungen, und zwar sowohl bei solistischen Einsätzen wie im Gesamtklang. ... Die Wirkung ist erstaunlich: Mahlers Erste, die heute alle größeren Ensembles im Angebot haben, erhält viel von ihrer ursprünglich verstörenden Radikalität zurück. Gerade weil die Wiener so kultiviert musizieren, nehmen sich die hier frech einmontierten Zitate von Naturlauten, falschen Kuckucksrufen, Liedern und allerlei Wirtshausmusik umso unkonventioneller aus."

Außerdem: Anna Wollner spricht für die FAZ mit Steven Knights, dessen (unter anderem in Standard, Welt und Tagesspiegel besprochene) Doku "Don't Look in Anger" über die Oasis-Reunion 2025 heute in die Kinos kommt. Jakob Biazza plauscht in der SZ mit dem Comedian Bülent Ceylan, der sein zweites Metalalbum veröffentlicht hat. Besprochen werden The Mountain Goats' Album "Days" (FR) und Chelsea Wolfes Album "The Dark" (FR).

Archiv: Musik