Joachim V. Hildebrandt berichtet voller Ehrfurcht von Josef Burg, dem letzten lebenden jiddischen Dichter, den er das Glück hatte in Czernowitz besuchen zu können. Burg wurde 1912 in Wischnitz, am Rande der Karpaten, geboren und zog zunächst nach Czernowitz, das er jedoch 1940 verlassen musste. Vierzig Jahre verbrachte er in der Sowjetunion, in denen er nicht schreiben konnte. Davor und danach aber hat er chassidische Geschichten geschrieben, die für Hildebrandt "von Einfachheit, dem Gefühlsmäßigen in der Religion und großer Naturverbundenheit" gekennzeichnet sind. Der vorliegenden Band enthält dem Rezensenten zufolge Legenden aus den Karpaten, Berichte über das jüdische Leben in der Bukowina, über die jiddische Sprache und Kultur.
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