Herausgegeben von Helmut Braun. Mit 52 Farb- und 92 S/W-Abbildungen. Steinerne Zeugnisse erinnern heute zwar noch an das "Goldene Zeitalter" der k.u.k. Monarchie, als Czernowitz die pulsierende Hauptstadt des Kronlandes Bukowina war und stolz die östlichste Universität des Westens vorwies. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg war die Vielvölkermetropole eine menschenleere Stadt. Die Deutschen hatte man "heim ins Reich" geholt, die Juden ausgerottet, die Polen, Ungarn, Armenier waren während des Krieges geflohen, und die Rumänen gingen, als die UdSSR die nördliche Bukowina annektierte. Das Buch zeigt in vielen Bildern das alte Czernowitz und stellt ihm das heutige Tschernivzy gegenüber. Die Autoren erzählen von der Vergangenheit und Gegenwart der Stadt und beleuchten die besondere Rolle, die die Literatur hier spielte. So ersteht vor dem Auge des Lesers eine untergegangene Kulturmetropole, die es verdient hat, wieder entdeckt zu werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.12.2005
Als "liebevoll gestaltet und aufschlussreich" lobt Rezensent Michael Jeismann dieses Buch über die einst multikulturelle k.u.k. Stadt Czernowitz in der heutigen Ukraine. Seinen Informationen zufolge ist der Band dem "historischen Zusammenleben und seiner kulturellen Produktivität" gewidmet, deren Zerstörung und schließlich der Gegenwart der Stadt, seit sie nach dem Zweiten Weltkrieg von den Sowjets neu besiedelt wurde. Jeismann zufolge ist von den Anfängen der Czernowitz' im 15. Jahrhundert ebenso die Rede, wie von ihrem 1774 begonnenen Ausbau zur österreichischer Militär- und Kolonialstadt im besetzten Galizien. Ausführlich thematisiert der Rezensent, wie das multikulturelle Czernowitz, wo Deutsche, Juden, Griechen, Armenier, Ukrainer und Rumänen lange friedlich miteinander lebten, samt seines "ganzen kulturellen Reichtums" und seiner Mehrsprachigkeit" im 19. und 20.Jahrhundert "vielen ein Dorn im Auge" wird: erst den Nationalisten und später dann "den deutschen Vernichtungsrassisten". Gelegentlich bleibt unklar, an welcher Stelle sich Jeismann auf das Buch und wo auf eigene Czernowitz-Kenntnisse bezieht.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Dörte Hansen: Broder Broder Bahnsen wollte nie etwas anderes als Bauer werden, Nachfolger seines Vaters, der ihm den "Kuhverstand" vererbt hat, das Gespür für Tiere. Aber den Hof bekommt sein…