Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.02.2000
Die Schweizer, erklärt Johanna Pfaff-Czarnecka in ihrer Rezension, haben eine Satz von Georg Simmel als wahr erkannt: "Fremde sind Menschen, die heute kommen und morgen bleiben". Diese Erkenntnis legt Integrationsmaßnahmen für Migranten nahe, weshalb dieser Band ein "äusserst nützlicher" sei: Die Autoren, allesamt Schweizer Experten aus Verwaltung, Wissenschaft und Politik, fragen nicht mehr nach dem "ob" sondern dem "wie" der Integration, etwa in rechtlicher Hinsicht. Einige Beiträge enthielten auch grundlegende Überlegungen zur Ausländerintegration. Als Beispiel führt Pfaff-Czarnecka den Historiker Jacob Tanner an, der die Gefahren einer kollektiven Identitätsbildung beschreibt, dies aber nicht nur an die Adresse der Schweizer richtet, sondern auch an kulturelle Minderheiten, die unter Verweis auf ihre ethnischen Wurzeln "Gruppensonderrechte fordern". Pfaff-Czarnecka lobt nachdrücklich die hohe Qualität der meisten Texte. Nur der literarischen Mittelteil des Bandes, in dem Imigranten ihre Situation schildern, sei etwas arg düster geraten. "Ein wenig Witz" würde den Umgang mit den Fremden leichter gestalten, ohne irgendetwas zu beschönigen.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Dörte Hansen: Broder Broder Bahnsen wollte nie etwas anderes als Bauer werden, Nachfolger seines Vaters, der ihm den "Kuhverstand" vererbt hat, das Gespür für Tiere. Aber den Hof bekommt sein…