Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2026
ISBN
9783462014846 Gebunden, 416 Seiten, 26,00
EUR
Klappentext
Die Drohungen des amerikanischen Präsidenten haben den Blick der Welt auf die Arktis gelenkt. In seinem neuen Buch zeigt Robert Habeck, welche Interessen die Weltmächte dort verfolgen - und was das für die internationale Friedensordnung bedeutet. Wo früher ewiges Eis die Grenzen der Zivilisation markierte, entscheidet sich heute die Zukunft unserer Sicherheit. Denn die arktische Erwärmung, die viermal schneller voranschreitet als im globalen Mittel, lässt das Eis schmelzen und internationale Begehrlichkeiten entstehen: Interessen, die rücksichtslos durchgesetzt werden sollen. Robert Habeck skizziert die Geschichte der Arktis, auch die Ausbeutung durch Dänemark, erzählt von den Menschen, die dort leben, und blickt hinter die Kulissen der Weltpolitik. Er analysiert den amerikanischen Anspruch auf Grönland, beschreibt Russlands aggressive Rückkehr zur "Roten Arktis", erläutert Chinas Griff nach der "Polaren Seidenstraße" - und untersucht, was der Wettlauf um neue Handelsrouten und gigantische Rohstoffvorkommen für die regelbasierte Ordnung der Welt bedeutet.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 07.10.2026
Ein starkes Buch über die Arktis legt Robert Habeck hier vor, findet Rezensent Benjamin Knödler. Der - aktuell - Ex-Politiker blickt aus einer "generalistischen" Perspektive auf seinen Gegenstand, so Knödler. Kulturhistorische Gedanken zur Arktis tauchen auf, ebenso wird die Rolle indigener Bevölkerungsgruppen behandelt. Vor allem jedoch verknüpft Habeck zwei Themen: den menschengemachten Klimawandel und die geopolitischen Machtkonstellationen rund um die Arktis. Besonders die Kontrolle der Handelswege in der Region rückt dabei in den Fokus. Ein solcher Ansatz hätte leicht ins Oberflächliche abrutschen können, meint Knödler, Habeck hingegen gelingt ein Buch, das vor allem auch Laien verständlich macht, wie Geopolitik, Geschichte und Klimawandel miteinander zusammenhängen. Jedenfalls, schließt die Besprechung, ist das alles "keine reine Selbstinszenierung" - wobei Knödler das Buch durchaus auch als eine Art Selbstbeschreibung der politischen Position Habecks liest.
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