Mit Beiträgen von Michael Hänel, Johannes Heinßen, Reinhard Laube und Otto Gerhard Oexle. Die Genese und Bedeutung der Einsicht, dass Wissenschaften nicht durch vermeintliche Sachzusammenhänge konstitutiv geprägt werden, sind Thema in diesem Band. Max Weber brachte 1904 diese Vorstellung für die Kulturwissenschaften paradigmatisch auf eine Formel: "Nicht die 'sachlichen' Zusammenhänge der 'Dinge', sondern die gedanklichen Zusammenhänge der Probleme liegen den Arbeitsgebieten der Wissenschaften zugrunde." Auf der Grundlage dieser wissenschaftshistorischen und epistemologischen Vorgabe werden die Entstehungsbedingungen von 'Problemgeschichte' im Rahmen kulturkritischer Ansprüche beleuchtet...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.09.2001
Der Rezensent bleibt skeptisch. Sollen die Autoren auf noch so unterschiedlichen Wegen an ihr Ziel gelangen (über Ernst Cassirer etwa oder Karl Mannheim) und noch so oft den Oexle, ihren Vorbeter (und Herausgeber des Bandes), zitieren: Dass der Krise des Historismus (wenn sie denn existent ist) mit einer vom Begriff der "Problemgeschichte" geleiteten Rekonstruktion vergessener Stufen der Geschichtstheorie beizukommen wäre, will Thomas Meyer nicht wahrhaben: "So einfach ist es nicht." So einfach ist das.
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