Friedrich August von Hayek gilt als einer der bedeutendsten liberalen Denker des 20. Jahrhunderts. Sein Hauptwerk "Die Verfassung der Freiheit" publizierte er 1960. Sechzehn Autoren setzen sich mit diesem Klassiker des Freiheitsdenkens auseinander. Aus verschiedenen Perspektiven werden grundlegende moral- und rechtsphilosophische Themen Hayeks diskutiert, aber auch aktuelle Bezüge etwa zur Europa-, Geld- oder Sozialpolitik hergestellt. Hayeks Werk macht Parallelen und Unterschiede zwischen dem klassischen Liberalismus und dem Konservatismus deutlich. Das Kapitel aus der "Verfassung der Freiheit": "Warum ich kein Konservativer bin" ist im Buch ebenfalls enthalten. Es fordert den Leser heraus, seine eigene Position zu überprüfen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2011
Kein Ersatz für Hayek himself, soviel ist dem Rezensenten rasch klar beim Lesen der sechzehn Aufsätze von Publizisten und Wissenschaftlern, die sich in ihrer Arbeit mit dem Werk des Ökonomen und Sozialphilosophen befassen. Auch dass sich schlecht alle sechzehn Texte besprechen lassen, weiß Erich Weede. Weshalb er einfach Themen und Thesen zu Hayek bündelt und ihnen die entsprechenden Autoren zuweist (was uns nicht allzu viel nützt). So erfahren wir, dass die Staatsschuld an der Inflation in drei Beiträgen untersucht wird und Victor Vanberg in seinem Artikel die Kompatibilität von Erkenntnissen der Neurowissenschaft mit dem Ordnungsdenken Hayeks "mit differenzierten Argumenten" überprüft. Immerhin.
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