Aus dem Philippinischen (Tagalog) übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Annette Hug. Zwischen Wellen und Feuer, Abwasch und Einkauf, sprechendem Waran und tröstendem Regen findet eine Dichterin ihre Stimme. Es ist nicht immer dieselbe. Luna Sicat Cletos Gedichte führen durch dreißig Jahre Zeitgeschichte und öffnen eine Tür zur philippinischen Lyrik der Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 10.07.2024
Ein "großer Moment" für die deutschsprachige Übersetzungsgeschichte ist laut Rezensentin Katharina Borchardt das Erscheinen von Luna Sicat Cletos Gedichtband - denn es ist die erste deutschsprachige Übersetzung aus dem Tagalog, besorgt von der schweizerischen Autorin Annette Hug. Die philippinische Dichterin bietet in diesem Band, so die Rezensentin, Einblick in Politisches und Persönliches, in das Aufwachsen unter der langjährigen Marcos-Diktatur wie in das Verhältnis zu ihrem Vater, dem Dichter Rogelio Sicat. Dabei sind die Texte jedoch nicht leicht fassbar, sondern geben sich laut Borchardt "atmosphärischen Erkundungen", die sich in ihrer Beweglichkeit immer wieder dem titelgebenden Meer annähern, hin. Hilfreich seien dabei die Fußnoten und das kenntnisreiche Nachwort der Übersetzerin. Das Ergebnis dieser Arbeit kann die Rezensentin den Leserinnen ans Herz legen.
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