Die Einzigartigkeit jedes Menschen zeigt sich in seinem Sterben. Ein Ende in Würde ? beste medizinische Versorgung, ärztliche Seelsorge und eine Medizin der Freundschaft ? das ist Jerome Groopmans Bestreben. Er schildert in diesem Buch acht Schicksale, die Mut machen. Er zeigt Wege auf, wie sich angesichts des Todes die letzte Lebensphase durchaus noch lebenswert gestalten läßt, wie die Todesangst abgebaut, wenn nicht gar besiegt werden kann und wie die Angehörigen den Verlust überwinden können ? wie sie lernen, nicht in Trauer zurückzublicken, sondern zuversichtlich in die Zukunft zu schauen.
Iris Mainka bespricht das Buch zusammen mit "Das Leben vollenden" von Robert Sachs (bei Zweitausendeins). Beide Bücher lobt sie für das Erzähltalent der Autoren, die beide Amerikaner sind, der eine Arzt, der andere Sozialarbeiter und Sterbebegleiter. Besonders mochte die Rezensentin das Buch von Groopman für die Ausführlichkeit der acht Porträts von Sterbenden in seinem Buch. Gelernt hat sie darin, dass jeder seinen eigenen Tod stirbt. "Das klingt so banal wie wahr und erschließt sich doch erst anhand der Beispiele." Sachs` Buch findet sie teilweise schönfärberisch, aber auch hier obsiegt für sie die Beobachtungsgabe des Autors. Er schildere unter anderem, dass viele Sterbende Halluzinationen haben und Tiere und Menschen in ihrem Zimmer sehen - eine Gegenwart, die sie als tröstlich empfinden und die man nicht einfach als Verfall der Persönlichkeit begreifen solle. Beide Autoren raten übrigens dazu, "der Eigendynamik des medizinischen Systems rechtzeitig zu begegnen" und Patientenverfügungen zu verfassen.
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