Franz-Maria Sonner

Leibniz oder Die Einsamkeit der Monaden

Novelle
Cover: Leibniz oder Die Einsamkeit der Monaden
Edition Nautilus, Hamburg 2026
ISBN 9783960545064
Gebunden, 176 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Hannover, 1714. Gottfried Wilhelm Leibniz hadert mit der Order seines Landesherrn, des Königs von England, das Reisen zu unterlassen und ein ungeliebtes Auftragswerk endlich fertigzustellen. Eigentlich hatte der umtriebige Gelehrte gehofft, an einen der großen europäischen Höfe berufen zu werden, doch nun ist er zurückgeworfen auf seine nachlassenden Körperkräfte und die verrinnende Zeit, die ihm für seine zahlreichen Vorhaben noch bleibt. Auch die Rechenmaschine, deren Planung ihn zeitlebens begleitet hat, will einfach nicht fertig werden. Als Zar Peter der Große seinen Besuch ankündigt, hofft er auf eine neue Gelegenheit, seine Unentbehrlichkeit unter Beweis zu stellen …Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) war Philosoph, Historiker und Jurist, Mathematiker, Physiker und Ingenieur. Er erfand u.a. die Infinitesimalrechnung und das binäre System, aber auch praktische Vorrichtungen, um den Alltag bequemer zu machen. Er war zeitlebens unverheiratet und höfischen Vergnügungen abgeneigt, süßem Konfekt und Kaffee aber durchaus zugetan. Über sich selbst und sein Privatleben schwieg er in seinen Schriften beharrlich - Franz-Maria Sonners Novelle unternimmt nun eine literarische Annäherung an den Menschen Leibniz.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 07.10.2026

Angeregt bespricht Rezensent Jörg Magenau Franz-Maria Sonners Novelle über Gottfried Wilhelm Leibniz. Dem Denker, der nicht zuletzt als Erfinder des binären Systems derzeit wieder in aller Munde ist, begegnen wir hier in seinen letzten Lebensjahren. Leibniz beschäftigt sich, unter anderem in Unterhaltungen mit der Kurfürstin Sophie, mit der Frage, wie ein kleinstes, unteilbares Teilchen - für Leibniz die "Monade", eine geistige Entität - zu denken ist. Außerdem thematisiert Sonner Leibniz' Stellung als höfischer Gelehrter, die schon damals nicht mehr ganz zeitgemäß war und nimmt sich die Freiheit, dem Gelehrten eine klassische Figurenpsychologie anzudichten. Ganz frei von Stereotypen ist das Buch in dieser Hinsicht nicht. Eine "unterhaltsame Einführung in die Leibniz'sche Gedankenwelt" hat Sonner gleichwohl geschrieben, schließt der insgesamt zufriedene Rezensent.

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