Nina trägt einen Rucksack mit sich herum, in dem sich 17 Dinge befinden, von einer Mundharmonika über eine Wasserflasche bis zu Lippenstift, Sturzhelm und Walkman. Das ergibt mindestens 17 Geschichten, mindestens 17 Annäherungen an eine Person, mindestens 17 Entwürfe, diese Figur zu fassen, hinter ihre eigene Geschichte zu kommen..."Siebzehn Dinge" ist eine außergewöhnliche Coming-of-age-Story, die in einer wunderbaren Konstruktion, beinahe lässig, die zentralen Erfahrungen auf dem Weg ins Erwachsensein, die Krisen, Schrecken und Gewissheiten dieses Übergangs zur Sprache bringt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.10.2006
Eleonore Freys eigenwillige Figurengeschichte, die sich an den titelgebenden siebzehn Gegenständen aufspult, hat Dorothea Dieckmann offenbar gefallen. Zumindest betont sie in ihrer durchgängigen Inhaltsskizze des Buchs dessen Unbestimmtheit und seine dem Leben angemessene Uneindeutigkeit. Die an verschiedenen Schwellen ihres Lebens stehende Protagonistin Nina, die schließlich mit dem Tod in Berührung und in die Klinik gerät, scheint sich für die Rezensentin gegen Ende der Lektüre als Erfindung einer neu aufgetauchten Nebenfigur zu entpuppen, und so gruppieren sich die den Gegenstand der Biografie formenden Dinge in einer "unendlichen Geschichte" wiederum in neuen Konstellationen. Gerade diese Offenheit des Textes, der "sich in der Lektüre auffaltet und verzweigt", möchte Dieckmann als besondere Qualität herausgestellt wissen.
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