Aus dem Niederländischen von Christiane Burkhardt und Janinen Malz. Mit Fotografien von Willemieke Kars. Eindrücklich erlebte Bregje Hofstede, wie sie sich ihrem Körper entfremdete, wie ihr Körper zum bloßen Lastenträger ihres Kopfes und ihrer schreibenden Hand wurde - bis sie mit 24 Jahren tief in einem Burn- Out landete. Sie erzählt, wie sie lernte, ihren Körper wieder anzunehmen.
Rezensentin Marlen Hobrack scheint beeindruckt vom Essay der niederländischen Journalistin Bregje Hofstede, die davon erzählt, wie sie nach einem Burn-out ihren Körper zurückgewinnen musste. Dabei geht es, so Hobrack, vor allem auch um die alte Trennung von Körper und Geist bzw. Psyche: "Wie den Körper wahrnehmen, ohne ihn zu analysieren und zu bewerten?" Ausgehend von dieser Frage begebe sich Hofstede in ihrem Buch im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn auf eine Reise zu ihrem Körper, analysiert Hobrack, komme dabei aber auch hin und wieder "vom Weg ab". So muss die Rezensentin sich bis zum letzten Kapitel gedulden, bis Hofstede endlich auf die strikte Körper-Geist-Trennung als "Folge des Frauseins" zu sprechen komme. Trotzdem lobt Hobrack die "feinfühligen" Schilderungen der Autorin, und scheint sich der "Pointe" des Buchs anzuschließen: Burn-Out sei Raumverlust, und Raum müsse körperlich zurückerobert werden, schließt sie.
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