Aus dem Isländischen von Stefanie Fahrner. Das Leben auf der größten Vulkaninsel der Erde birgt immer gewisse Risiken. Doch auf die Katastrophe, die Island nach der Finanzkrise ereilte, konnten die Isländer nicht vorbereitet sein. Geplagt von der Angst vor wirtschaftlichem Abschwung und Arbeitslosigkeit glaubten zunächst viele, dass es zur radikalen Nutzung ihrer natürlichen Ressourcen keine Alternative gebe, erklärt Magnason. Die vermeintliche Lösung sieht den Bau des größten Staudammes Europas vor, der einem US-Konzern Strom zur Aluminiumherstellung bereitstellen soll.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.08.2011
Mit seiner "Streitschrift" gegen den Verkauf von isländischer Natur an die Industrie und die ungehemmte Nutzung von Wasserkraft und Erdwärme steht Andri Snaer Magnason nicht nur in einer gut hundertjährigen Tradition des Kampfes gegen Naturausbeutung in Island. Er hat damit auch ins Herz seiner Landsleute getroffen, weiß Aldo Keel. So kann man bei ihm lesen, dass in Reydarfjördur beispielsweise ein Viertel des in Amerika für Getränkedosen benötigten Aluminiums produziert wird, mit erheblichen Folgen für die Umwelt, erklärt der Rezensent, der durchaus Sympathie für die Position des Autors zu erkennen gibt. Magnasons Vorschläge, Island durch Hightech, alternative Medizin und Tourismus zu entwickeln und sein Appell an die Kreativität seiner Landsleute erscheinen Keel dann aber doch "etwas vage" für eine tragfähige Vision der Zukunft.
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