Aufklärung über einen Irrtum
Dr. Ulrike Weiler analysiert Fakten und Vorurteile zum Thema Fleisch, diskutiert Konflikte zwischen Tier-, Umwelt- und Genießerschutz und zeigt den Weg zu politisch korrektem Hedonismus.
Fleisch ist in Verruf geraten. Verbraucher quälen Zweifel ob der Produktionsbedingungen, es herrschen Angst vor Gesundheitsrisiken und Bedenken, ob Fleischkonsum aus Gründen des Tier- und Umweltschutzes überhaupt vertretbar ist. Gleichzeitig formiert sich eine Gegenbewegung, die hedonistischen Fleischkonsum feiert, das Luxussegment mit Kobe und dry aged beef erzielt steigende Umsätze. Dieses Buch greift vielfältige Aspekte rund um das Thema Fleisch auf und zeigt aus wissenschaftlicher Sicht, was gutes Fleisch ist, wie man es findet und welche Zielkonflikte bestehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2016
Rezensent Erwin Seitz verdankt Ulrike Weilers Buch einige "wertvolle" Anregungen. Die Dozentin für Nutztierwissenschaften plädiert hier nämlich nicht für eine einzige dogmatische Lebensform, sondern empfiehlt ein Leben als "Flexitarier", erklärt der Kritiker, der bei Weiler wesentliche Kriterien für den verantwortungsvollen Fleischkauf lernt. Auch die Ausführungen der Autorin über artgerechte Nutztierhaltung und die evolutionäre Entwicklung des Menschen im Hinblick auf den Verzehr von Fleisch und Pflanzen hat der Rezensent mit Interesse gelesen.
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