Phils Fake Freundin zu werden, ist wirklich das Letzte, was Ruby will. Sie hat die Schnauze voll von ausgelutschten Klischees. Doch schneller, als sie "Happy ever after" sagen kann, befindet sie sich inmitten in einer filmreifen Love-Story. Denn Rubys Leidenschaft für die Literatur matcht irgendwie mit Phils Begeisterung für Alien-Filme.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.04.2024
Eine an Klischees gar nicht arme Liebesgeschichte hat Lena Hach mit diesem Jugendroman vorgelegt, schreibt Rezensentin Lena Bopp. Allerdings unterwandert die Autorin diese auch immer wieder in ihrer Geschichte über Ruby, die ungewöhnliche Protagonistin des Buches. Ruby will sich nicht auf eine "fake dating"-Situation mit Phil einlassen, um die von ihm eigentlich Begehrte eifersüchtig zu machen, weil sie weiß, dass man sich dann am Ende doch verliebt. Wenn die Handlung droht, in kitschige Klischees abzudriften, führt Ruby bewusst einen "plot turn" herbei und erklärt nebenbei den Lesern und Leserinnen, was ein "wingman" (ein Verkuppler) oder ein "manic pixie dream girl" (ein etwas schrulliges Mädchen, das vom Helden begehrt wird) ist , so Bopp. Damit kreiert sie eine Art literaturwissenschaftlichen Doppelboden, hält die durchaus überzeugte Kritikerin fest. Ein Roman, der mit Erwartungen spielt und von dem ein "Gefühl tiefen Zutrauens ausgeht", schließt sie.
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