Katharina Höftmann Ciobotaru, Sohrab Shahname

Über den Hass hinweg

Briefe zwischen Tel Aviv und Teheran
Cover: Über den Hass hinweg
Karl Blessing Verlag, München 2025
ISBN 9783896677679
Gebunden, 272 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

"Seit September 2022 schreibt mir ein Instagram-Follower aus Teheran. Während ich ihn anfangs aus Misstrauen ignorierte, entspinnt sich nach dem 7. Oktober 2023 ein intensiver Briefwechsel. Zwischen Tel Aviv und Teheran tauschen wir uns aus über Familie, Frieden, Freiheit und unsere alltäglichen Sorgen und Träume. Dabei vergesse ich nie, dass dieser Austausch mit mir, einer israelischen Staatsbürgerin, für ihn das Todesurteil bedeuten könnte." Nach dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 wird Sohrab Shahname für die deutsch-israelische Autorin Katharina Höftmann Ciobotaru zum Vertrauten. Und das obwohl der Iran, ein Land, in dem etwa 200.000 Israelis ihre Wurzeln haben, seit der islamischen Revolution der größte Feind des jüdischen Staates ist. Ihre mutige Korrespondenz ist mal hochpolitisch, mal sehr intim-und immer berührend. "ein bewegender Briefwechsel (...) der eine ungewöhnliche, aber dringend nötige Verbindung zwischen zwei verfeindeten Nationen sichtbar macht." Edition F

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 08.08.2025

Was können ein 32-jähriger iranischer Fotograf und eine 41-jährige deutsch-israelische Autorin gemeinsam haben? Mehr als man denkt - mehr zumindest, als Sohrab Shahname und Katharina Höftmann Ciobotaru gedacht hätten, bevor sie in den Dialog getreten sind. Dieser Dialog, erklärt Rezensent Sebastian Engelbrecht fand zuerst über Instagram statt, später schrieben sich die beiden E-Mails, lesen wir. Inzwischen ist aus ihrem Gespräch ein Buch entstanden, dessen Einkünfte es Shahname ermöglichten, endlich aus Iran auszureisen, weiß Engelbrecht, und sich so von der allgegenwärtigen Angst zu befreien, von der er in den Nachrichten an seine Gesprächspartnerin so eindrücklich erzählt. Es sind solche Einsichten in die unterschiedlichen Lebensrealitäten der beiden Menschen, in ihr Denken und Fühlen, die dieses Buch zu einer so spannenden Lektüre machen, so Engelbrecht. Und es ist der Mut der beiden, die Offenheit für andere Perspektiven und die Neugier, welche die beiden inspirierte und auch uns inspirieren kann, sich über politische und religiöse Gräben, "über den Hass hinweg" aufeinander zu zu schreiben und zu lesen, so der berührte Rezensent.

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