Aus dem Englischen von Waltraud Götting. Mit einem Nachwort von Marlene Streeruwitz. Wie ist die subtile wie gewalttätige Unterdrückung einer Hälfte der Menschheit durch deren andere Hälfte zu erklären? Der irische Autor und BBC-Journalist Jack Holland verfolgt in seinem Buch die frauenfeindliche Grundhaltung des Abendlandes zurück bis zu ihren Wurzeln in Philosophie und Christentum. Er zeigt, wie männliche Denker und Schriftsteller von Platon und Aristoteles bis Rousseau und Weininger die aberwitzigsten Begründungen für ihre Theorie der naturgegebenen Minderwertigkeit der Frau geliefert haben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.02.2008
Nicht wirklich zufrieden scheint Rezensentin Christine Tauber mit Jack Hollands Geschichte des Frauenhasses. Zwar findet sie die engagierte Herangehensweise des Autors durchaus sympathisch, aber zum einen bietet das Buch trotz der Fülle des Materials und des Anspruchs, die gesamte Geschichte der Mysogynie zu zeichnen, kaum Neues. Das Meiste hat sie anderswo schon treffender gelesen, etwa bei Simone de Beauvoir. Zum anderen schießt Holland in ihren Augen oft über das Ziel hinaus. So hält Tauber ihm etwa vor, Zitate aus dem Kontext zu reißen und Positionen zu verkürzen. Gerade, was Holland im "gerechten Zorn der Enthüllung" über Kant und Freud schreibt, ist in ihren Augen ziemlich daneben, weil höchst "sinnentstellend". Insgesamt vermisst die Rezensentin die genauere Analyse und die "tiefer gehende Erschließung".
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…