Herausgegeben von Ingeborg Schuldt-Britting. Mit einem Nachwort von Katrin Höchtberger. Diese gut hundert Gedichte, von der Witwe des Autors ausgewählt und von einer jungen Germanistin vorgestellt, sollen ein neues Publikum auf einen Klassiker der Moderne aufmerksam machen. Britting meistert alle Formen der lyrischen Dichtung, vom gereimten Lied bis zu mächtigen freien Metren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.04.2001
Um Himmels willen kein Heimatdichter! Albert von Schirnding muss hier einiges klarstellen: Erstens ist der Autor mitnichten ein bayerischer Klassiker, eher ein Klassiker aus Bayern, und zweitens hält er es auch eher mit Schopenhauers Mitleidsethik als mit Nietzsches Willen zur Macht, was bedeutet, da ist "nichts Berserkerhaftes" in diesem Werk und auch "nichts Martialisches". Das Bekenntnis des Dichters zur Erde will Schirnding denn auch als Bekenntnis zum Diesseits verstanden wissen. Letzteres, so Schirnding, sei allerdings alles andere als heil und idyllisch in Brittings lyrischem Werk, das dem Leser in der vorliegenden handlichen Auswahl zu entdecken empfohlen wird.
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