Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2012
Den Gründer der modernern Türkei, den großen Atatürk, der laut Wolfgang Günter Lerch inzwischen reichlich Staub angesetzt hat in seiner hagiografischen Erstarrung, lernt der Rezensent in dieser Biografie noch einmal auch von seiner menschlichen, allzu menschlichen Seite kennen - als nicht ganz unproblematischer Familienvater, als Trinker, als nicht lupenreinen Demokraten. Dass der Autor dafür tief in die türkischen Archive herabgestiegen ist, ist für Lerch ein Qualitätsmerkmal. Und dass Dirk Tröndle mit seiner Arbeit auch 150 Jahre türkische Geschichte verhandelt, die Republikgründung, die den Rezensenten noch immer erstaunende Kulturrevolution, detailliert und mit vielen Originalzitaten überdies, lässt Lerch das Buch preisen.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…