Aus dem Amerikanischen von Henning Dedekind. "Was zum Teufel mache ich hier eigentlich?", fragt sich David Grann. Er hat Outdoor-Aktivitäten immer gehasst - und sich jetzt irgendwo im Amazonasbecken verirrt. Nachdem er zufällig über alte Tagebücher gestolpert war, hatte er beschlossen, das "größte Entdeckergeheimnis des 20. Jahrhunderts" zu lösen: Was geschah mit dem englischen Forscher Percy Fawcett, dem "David Livingstone des Amazonas"? Fawcett brach 1925 zusammen mit seinem 21-jährigen Sohn auf, um nach den Überresten einer uralten Hochkultur zu suchen. Seit Jahrhunderten hatte man über das goldglänzende El Dorado spekuliert; Tausende waren bei dem Versuch gestorben, dem Dschungel das Geheimnis zu entreißen. Doch Fawcett, dessen Expeditionen Arthur Conan Doyle zu seinem Roman "Die vergessene Welt" inspirierten, hatte sich jahrelang vorbereitet und war entschlossen zu beweisen, dass die Hochkultur - die sagenhafte Stadt Z - wirklich existiert hatte. Dann verschwand er mit seiner Expedition irgendwo im Regenwald. Fawcetts Schicksal aufzuklären wurde zur fixen Idee für buchstäblich Hunderte von Forschern und Abenteurern, die sich an seine Fersen hefteten. Viele von ihnen sind ebenfalls verschwunden - und haben im Urwald den Tod gefunden oder den Verstand verloren. Und nun macht sich David Grann auf in die "grüne Hölle" ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.05.2010
Vorsicht vor Giftpfeilen und fleischfressenden Bienen! Um das sagenhafte El Dorado zu suchen, genügt Rezensent Peter Burghardt vorerst die Lektüre dieses vielgestaltigen Abenteuerbuches von David Grann. Der Autor macht das für uns. Macht sich auf die Spuren des englischen Entdeckers Percy Fawcett, mit Karten und Notizbüchern, in Archiven und im brasilianischen Urwald. Bisschen hagiografisch geht das zu, meint Burghardt, lässt sich aber doch anstecken von Granns Begeisterung, die er in seiner Rezension mit Verve und Spannung auch gekonnt weitergibt. Wenn Burghardt aus dem Lianengestrüpp wieder raus ist, hat er Ruinen besichtig, Spione getroffen, Anakondas und Tausendfüßler sowieso, hat über den Amazonas Dinge gelernt, über indianische Rituale - ach, und über das Glück von GPS und Google Earth.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…