Aus dem Amerikanischen von Kirsten Borchardt. In einer weit entfernten Zukunft hat die Menschheit die Galaxie besiedelt und ein gewaltiges Sternenreich errichtet. Seit vielen Hundert Jahren befindet sich das Imperium im Krieg gegen die außerirdische Zivilisation der Cielcin, die mit ihren gewaltigen Eisschiffen bereits Tausende Planeten zerstört haben - einem Krieg, in dem sich Hadrian Marlowe als Held hervorgetan hat. Umso schwerer wiegt sein Verrat, wegen dem er auf seine Hinrichtung wartet: Er hat ein ganzes Sonnensystem ausgelöscht. Nun, kurz vor seinem Tod, erinnert sich Hadrian an sein Leben. Dies ist seine Geschichte …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2019
Alexander Armbruster zieht der erste Band von Christopher Ruocchios "Sonnenfresser"-Trilogie mächtig in Bann. Glänzend findet er, wie der Autor ein künftige autokratische Beherrschung des Universums durch die Menschheit im Detail konstruiert. Sein durchaus ambivalenter Held, ein renitenter Adeliger auf der Flucht vor dem bösen Vater, scheint Armbruster Identifikationspotenzial zu haben, das beschriebene Panorama erinnert den Rezensenten an die "Wüstenplanet"-Reihe und Tolkien. Am Übergang zwischen Sci-Fi und Fantasy zeichnet sich der Autor mit seinem Interesse an der Antike laut Armbruster allerdings durch besondere Gelassenheit aus. Der Verzicht auf gigantische Weltraumschlachten zugunsten von Dialogen schadet dem Text keineswegs, versichert der Rezensent.
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